Mallorca und die Route der Trockensteinmauern (Pedra en Sec), das immaterielle Kulturerbe der Menschheit

Mallorca und die Route der Trockensteinmauern. Die Trockensteinmauern (pedra en sec oder piedra en seco) auf Mallorca sind erst kürzlich zum immateriellen Erbe der Menschheit erklärt worden. Es gibt einzigartige Wanderwege durch wunderschöne Landschaften entlang dieser Mauern. 

Die Besonderheit dieser tausendjährigen Konstruktionstechnik liegt darin, dass die Steine entsprechend Ihrer Form und Größe aufeinander gepasst werden um sicherzustellen, dass sie nicht verrutschen ohne zusätzliches Material zu verwenden, welches die Steine verbindet. 

Mallorca und die Route der Trockensteinmauern

Die Tatsache, dass nicht auf Zement oder Mörtel zurückgegriffen wird, lässt das Wasser während der Regentage zwischen den Steinen abfließen und verhindert, dass diese Mauern oder “Marjaden” (Terrassen oder Bancalwände) zusammenfallen.

Das verwendete Material ist in der Natur sehr präsent und ermöglichte Landwirten und Viehzüchtern, Steinmauern mit einer kostengünstigen Technik zu bauen, um so Gebiete mit großen Hängen für die Landwirtschaft zu erschließen.

Alle Wanderfreunde haben ein obligatorisches Date mit der Route GR 221 oder der Route entlang der Trockensteinmauern. Es ist möglich kleine Abschnitte mit einer Dauer von 1 bis 1.5 Stunden zu Wandern, der gesamte Weg hat eine Länge von mehr als 9 Stunden. Fast alle Strassen der Route GR 221 wurden von der Inselregierung restauriert und sind für Menschen jeden Alters, unabhängig von der körperlichen Verfassung, zugänglich. Es gibt Teilabschnitte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. So ist es möglich die Insel zu Fuss zu erkunden und auf alten Pfaden Landschaften und Gebräuche kennenzulernen. 

“Pedra en Sec” auf Mallorca ist das immaterielle Kulturerbeder Menschheit

Der Status des Kulturerbes der Menschheit hat zum Ziel, die Bedeutung dieser Konstruktionsart, auch für die heutige Zeit, zu erkennen und den Beruf des “Marger” (Trockensteinmaurers) am Leben zu erhalten. 

Die Anerkennung beruht auf der erfolgreichen Arbeit der Balearen-Regierung, die seit 1988 Spezialisten diese Konstruktionstechnik fördert und ausbildet, damit das Handwerk nicht in Vergessenheit gerät. Die Technik an sich wird seit der Vorgeschichte angewendet und hat auf den balearischen Inseln eine besondere Bedeutung erlangt. Sie ist auch in anderen Autonomen Gemeinschaften Spaniens, wie Valencia, Andalusien, Aragonien, Katalonien und Kastilien-La Mancha zu finden.

Die meisten Trockensteinmauern und “marjades” sind im Tramuntana Gebirge, das 2001 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zu finden. Die Gemeinden der Serra Tramuntana sind: Alaró, Andratx, Banyalbufar, Bunyola, Calvià, Campanet, Deià, Escorca, Esporles, Estellencs, Fornalutx, Lloseta, Mancor de la Vall, Pollensa, Puigpunyent, Santa Maria del Camí, Sóller und Valledossa.

Trockensteinmauern sind an vielen Ecken von Mallorca zu finden, so auch in Fornalutx, einem Bergdorf mit ganz besonderem Charme. Ferienhäuser in dieser Region sind Ca Sa Padrinaoder Amarant.

Mallorcas Trockensteinmauer Route

Die Dörfer der Serra de Tramuntana haben traumhafte Ausblicke in denen sich die Landschaft und das Meer zu einem Bild zusammenfügen. Das lässt keinen Besucher gleichgültig.

GR 221 oder die Trockensteinmauer Route

Die Wanderroute GR 221 ist die Route, entlang der Trockensteinmauern, schlechthin. Über 270 km verbinden die Städte Andratx und Pollença, die Strecke ist in 8 Etappen unterteilt.

Erste Etappe: Es Cadellà – Estellencs

Die erste Etappe der Route GR 221 beginnt in Es Capdellà, einem Bergdorf im Südwesten der Insel, wo man tief durchatmen kann und direkten Kontakt mit der Natur bekommt. Der Abschnitt führt durch Bezirke wie Sant Elm oder Coll de Sa Gramola bis Sie die kleine  Gemeinde Estellencs, mit Tälern, steilen Hängen und Blick auf das Mittelmeer, erreichen. In dieser ersten Etappe gibt es noch immer Abschnitte die nicht ausgeschildert sind.

Viele Urlauber entschließen sich die erste Etappe zu Wandern, nachdem Sie Andratx besucht haben. In diesem Landstrich empfehlen wir Can Capet.

Estellencs. Foto: Wikipedia

Zweite Etappe: Estellencs – Esporles

In Estellencs startet die zweite Etappe der Route. Besonders hervorzuheben ist der Abschnitt Sa Costa, da er sich zwischen Terrassen erstreckt und die Tradition der “Marjaden” aus erster Hand erkennen lässt. Der Abschnitt endet in Esporles, einem kleinen Ort mit hübschen Natursteinfassaden und engen Gassen, in dem man die Zeit vergessen kann. 

Die zweite Etappe der “Pedra en Sec” Route verdient eine Pause in der Stadt Esporles und in Häusern wie Can Sion.

Dritte Etappe: Esporles – Deià

Zur Zeit ist die dritte Etappe der GR 221 nur am Beginn markiert. In Zukunft soll der gesamte  Weg bis zum Dorf Deià beschildert werden. Die Strecke führt an der bekannten Passage “Camí de S’Arxiduc”, einem Landstrich mit vielen Klippen- die einen Panoramablick auf die Insel und besonders schöne Terrassen- erlauben, entlang.

Vierte Etappe: Deià – Port de Soller

Die vierte Etappe der Route ist in etwas mehr als drei Stunden zu bewältigen und endet am Port de Sóller. Die Sinne werden mit magischen Szenarien wie: dem Faro des Cap Gros oder der Kapelle von Castelló – die im siebzehnten Jahrhundert zu Ehren der Virgen del Rosario erbaut wurde – verwöhnt.

Ein Spaziergang durch den Hafen von Sóller ist obligatorisch für alle Besucher dieser Region, mit so spektakulären Ferienhäusern wie Guitarro haben Sie die Möglichkeit auch adäquat zu Übernachten. 

Port de Sóller. Foto: Wikipedia

Fünfte Etappe: Port de Sóller – Escorca

Die Route führt Sie durch Dörfer wie Sóller oder Biniaraix. Letzteres ist für den ca. 3 km langen Pfad “Barranc de Biniaraix” bekannt, der an breiten Trockensteinmauern entlangführt. 

Sechste Etappe: Escorca – Lluc

Terrassen sind auch auf der sechsten Etappe der Route sehr präsent, die in Lluc endet. Dort haben Sie die Möglichkeit das Kloster Lluc zu besuchen. Der Baubeginn wurde auf das 12. Jahrhundert  datiert und der höchste Punkt – der Santuario de la Virgen de Lluc – liegt 400m über dem Meeresspiegel.

Santuari de Lluc. Foto: Wikipedia

Siebte Etappe: Lluc – Pollença 

Einer der schönsten Abschnitte der siebten Etappe der GR 221 ist der Calvarienberg “El Calvari de Pollença”, von dem aus man eine fantastische Aussicht auf Pollença hat. Sie können diese Aussicht geniessen, wenn Sie die 365 Stufen zum Aussichtspunkt hinaufsteigen. 

In der Ferienunterkunft Calvaribieten wir von Vacalia! Ihnen die Möglichkeit diese einzigartige Szenerie am Calvarienberg noch länger zu geniessen.

Achte Etappe: Pollença – Port de Pollença

Die Route entlang der Trockensteinmauern endet in Puerto de Pollença, einem Touristenort der im 19. Jahrhundert gegründet wurde.

Calvari Pollença. Foto: Wikipedia

Um die wunderbare Konstruktionstechnik des Altertums kennenzulernen, sollten Sie für Ihren Mallorcabesuch 2019 ein Ferienhaus wählen, welches Ihren Bedürfnissen entspricht und die Möglichkeit mit einbeziehen die Route GR 221 zu entdecken.